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Partnerbrief 

   April 2012

 Zitat des Monats

 

Foto/Freigabe / Quelle: Katja Kröger, www.galerie.obart.net

„Gehe Deinen eigenen Weg,-

gehe ihn mit ganzem Herzen!“

Frohe Ostern!

 

 

 

Inhaltsangabe


1.0 Chancen: 30 Einsparvorschläge für den Bundeshaushalt

2.0 Energie: Verbrauch in Deutschland liegt auf dem niedrigsten Stand seit…

3.0 Förderung: Firmen erhalten Zuschüsse für Energieeffizienz - Beratung

  • Zuschüsse bis zu 4.800 Euro für Detailberatung

4.0 Handwerk: Neuer Service für die Energiewende

5.0 Handel: Neue Zahlungssysteme im Einzelhandel

  •  IHK-Magazin "Offensiv für den Fachhandel" online

6.0 Gastronomie: Zapfen bis zum letzten Tropfen

7.0 Vorsicht Falle: Adressbuchschwindel ...

  •  IHK-Merkblatt: Tipps gegen Adressbuchschwindel

8.0 Internet - Checkliste: So umgehen Sie Kostenfallen

9.0 Ingenieure: Kein Mangel in Deutschland erkennbar

 

Aktuelle Informationen, Nachrichten & Tipps

1.0 Chancen: 30 Einsparvorschläge für den Bundeshaushalt

Wussten Sie, dass das Bundesernährungsministerium für die Züchtung weißer, gelber, roter und violetter Biomöhren 230.000 Euro ausgibt? Dieses staatlich organisierte Finetuning von Biomöhren ist eines von 30 Beispielen, die der BdSt mit der heute beginnenden „Aktion Frühjahrsputz“ der Öffentlichkeit präsentiert. Jedes Beispiel zeigt, welch absurde und sinnlose Projekte sich im Bundeshaushalt verbergen, denn zu viele Ausgaben sind im Laufe der Jahre selbstverständlich geworden und werden nicht mehr hinterfragt. Das muss sich ändern! Deshalb startet der BdSt pünktlich zum Frühlingsanfang die „Aktion Frühjahrsputz“. Täglich wird auf www.steuerzahler.de ein neuer Einsparvorschlag für den Bundeshaushalt vorgestellt. Anhand dieser konkreten Beispiele belegt der BdSt, dass die üblichen Behauptungen der Politik, nur begrenzt sparen zu können, widerlegt werden können. „Der Bundeshaushalt bietet erhebliche Einspar-möglichkeiten. Unsere 30 Beispiele dienen als Anregung, wie und wo im Haushalt auch innerhalb der großen Ausgabenblöcke gespart werden kann. Die Bundesregierung sollte die gute Sitte des Früh-jahrsputzes auf den Bundeshaushalt übertragen und mit Einsparungen beginnen!“, fordert Dr. Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler.

Quelle: Bund der Steuerzahler 03.2012

 

2.0 Energie: Verbrauch in Deutschland liegt auf dem niedrigsten Stand seit…

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hat einen umfangreichen Bericht zur Entwicklung des Energieverbrauchs in Deutschland vorgelegt. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass der Energie-verbrauch gesunken ist und damit große Fortschritte im Hinblick auf die Zielsetzungen des Energie-konzeptes der Bundesregierung erzielt werden konnten.
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler: "Die Bundesregierung hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. So soll der Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20% gegenüber 2008 reduziert werden, der Stromverbrauch um 10% abgesenkt und die Energieproduktivität kräftig erhöht werden. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse für das Jahr 2011 sind außerordentlich beeindruckend. Der Energieverbrauch in Deutschland liegt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung und dies bei einem kräftigen Wirtschaftswachstum von 3%. Für den ersten Monitoring-Bericht der Bundesregierung, den wir gemeinsam mit dem Umweltministerium erarbeiten, liegen mit der Auswertung der AG Energiebilanzen ermutigende Auftaktwerte vor. Sie geben uns Rückenwind für die weitere Umsetzung der Energiewende."

Der Energieverbrauch ist 2011 um 5,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auch unter Berücksichtigung aller Sonderfaktoren, wie der milden Witterung im Vorjahr, hat sich die Energieproduktivität um ca. 3% - wie die AGEB bewertet: "in einer außergewöhnlichen Größenordnung" - erhöht, und der Stromverbrauch ist um 0,3% gesunken. Der Bericht der AGEB enthält Analysen und eine Fülle von Daten, die für das Energie-Monitoring der Bundesregierung eine wichtige Basis bilden.

Quelle: Pressebericht 03.2012

 

3.0 Förderung: Firmen erhalten Zuschüsse für Energieeffizienz - Beratung

Das Bundeswirtschaftsministerium und die KfW Bankengruppe setzen die Zuschussförderung von Energieeffizienz - Beratungen in Unternehmen unter dem neuen Namen "Energieberatung Mittelstand" fort. Wie die KfW Bankengruppe berichtet, bleiben Fördersätze, -kriterien und Vertriebswege unverändert. Demnach steht die "Energieberatung Mittelstand" (ehemals "Sonderfonds Energieeffizienz in KMU") Unternehmen, Freiberuflern und Selbständigen mit jährlichen Energiekosten von mehr als 5.000 Euro zur Verfügung. Anträge können ab dem 16. März 2012 gestellt werden.

Zuschüsse bis zu 4.800 Euro für Detailberatung Laut KfW erhalten Unternehmen, Selbständige und Freiberufler auch künftig Zuschüsse bis zu 1.280 Euro für eine Initialberatung bzw. bis zu 4.800 Euro für eine Detailberatung. Damit decke die Förderung bis zu 80 Prozent der Kosten für die Initialberatung bzw. 60 Prozent der Kosten für die Detailberatung. Erster Ansprechpartner bleibe ein "Regionalpartner vor Ort", zum Beispiel Kammerinstitutionen, Energieagenturen, Wirtschaftsfördergesellschaften.

Beratung lohnt sich für Unternehmen Dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zufolge ist es Ziel der Förderung, Schwachstellen bei der Energieverwendung aufzuzeigen und Vorschläge bzw. konkrete Maßnahmenpläne für Verbesserungen zu erarbeiten, durch die Energie und Kosten in Unternehmen gespart werden können. Die Beratung lohne sich vor allem in Zeiten steigender Energiepreise, so Axel Nawrath, KfW-Vorstandsmitglied: "Durch eine qualifizierte und unabhängige Beratung können die Unter-nehmen Energiesparpotenziale noch besser identifizieren." Zudem können Investitionen zur verbesserten Energieeffizienz im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms mit zinsgünstigen Krediten finanziert werden. Weitere Informationen zum Thema Energie erhalten Sie auf www.bmwi.de .

Quelle: Mittelstanddirekt 03.2012

 

4.0 Handwerk: Neuer Service für die Energiewende

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat sein Informationsangebot zur Energiewende erweitert. Ein umfangreiches Dossier führt die Positionen und Forderungen des Handwerks zusammen, stellt vor-handene Studien vor, zeigt Initiativen, die sich für die energetische Sanierung von Gebäuden stark machen und informiert über die entsprechende Qualifikation der Handwerker vor Ort. Weitere Informationen zum ZDH-Dossier Energiewende

Quelle: ZDH 03.2012

 

5.0 Handel: Neue Zahlungssysteme im Einzelhandel

  •  IHK-Magazin "Offensiv für den Fachhandel" online

Noch werden knapp 58 Prozent des Einzelhandelsumsatzes mit Bargeld bezahlt, die Zukunft gehört jedoch anderen Zahlungsmitteln. Welche das sein könnten und wie sich der Einzelhandel vorbereiten sollte, wurde in der Märzausgabe "Offensiv für den Fachhandel" vorgestellt.

Die baden - württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) erläutern in der siebten Ausgabe ihrer Fachinformation, warum auf der einen Seite die Anforderungen an flexible Zahlungsmöglichkeiten mmer weiter zunehmen, auf der anderen Seite die Anwendung neuer Technologien für den Handel aber auch bezahlbar bleiben muss.

Zur Zeit sorgen noch zwei konkurrierende kartenbasierte Bezahlsysteme – das Pin-gestützte der Kreditwirtschaft und das unterschriftenbasierte Lastschriftverfahren des Handels – für verträgliche Marktkonditionen. Nach den Vorstellungen der EU läuft das Lastschriftverfahren deutscher Prägung allerdings spätestens im Februar 2016 aus. Das Ergebnis wäre eine Monopolstellung des verbliebenen Wettbewerbers.

Doch es gibt Alternativen – wie etwa kontaktloses Bezahlen via Karte oder Smartphone, die Fingerprint - Identifikation oder der Einsatz sogenannter Sign Pads, die sich zum Teil bereits in der Erprobung befinden.

Mehr über die "Zukunft des Bezahlens" und Praxistipps zum Einsatz neuer Systeme finden im kostenlosen Download auf der Website der IHKs in Baden-Württemberg.

Quelle: DIHK 03.2012

 

6.0 Gastronomie: Zapfen bis zum letzten Tropfen

Bier in optimaler Qualität, nahezu verlustfrei gezapft - das verspricht DraftMore, ein innovatives Regulationssystem aus Dänemark. "Der DraftMore-Aufsatz sorgt nach der Montage auf dem Zapfkopf für den richtigen Druck im Fass, im korrekten Verhältnis zur Biertemperatur", heißt es beim Hersteller über die Funktionsweise."Untercarbonisiertes Bier mit einer dünnen Schaumschicht und schalem Geschmack sowie über-carbonisiertes Bier mit zu viel Schaum gehören damit der Vergangenheit an." Das freut Wirt und Gast gleichermaßen.

Weil das Bier so perfekt gezapft ist, bestellt manch ein Gast gerne ein Glas mehr. Der Wirt hat einen höheren Bierumsatz und kann zudem das Fass nahezu bis zum letzten Tropfenleeren. Der Schankverlust geht laut Hersteller gen Null. Nach einem 12-monatigen erfolgreichen Testlauf in der Schweiz wird DraftMore jetzt auch in Deutschland unter Beerwaiter.de angeboten. Seinen ersten großen Auftritt im Land der Biertrinker hatte das System Mitte Februar auf der INTERGASTRA in Stuttgart. Hier war DraftMore gleich bei mehreren Brauereiständen installiert. "Das Bier lief ohne jegliche Probleme aus dem Zapfhahn und die Brauereien waren überzeugt", heißt es bei Beerwaiter.
Der Regulator wurde von der dänischen Firma Gram Inventa A/S (ein Outlet der Fa. Danfos-Regeltechnik) erfunden und weltweit patentiert. Für den Aufbau eines flächendeckenden Vertriebs in Europaist die Schweizer Firma Concept1 GmbHverantwortlich. Weitere Infos: www.beerwaiter.de

Quelle: Gastronomie-Report

 

7.0 Vorsicht Falle: Adressbuchschwindel ...

  •  IHK-Merkblatt: Tipps gegen Adressbuchschwindel

Seit Jahresanfang flattern erneut diverse Angebote für Eintragungen in Adress-/Branchenbücher sowie zur Verlängerung von Schutzrechten auf den Tisch. Auf den ersten Blick scheint alles seriös. Doch wie immer steckt der „Teufel“ im Detail bzw. im Kleingedruckten. Zudem greifen diese Anbieter direkt in ihren Geldbeutel, da sie mit ihren Faxsendungen ihr Papier, die Druckpatronen sowie Energiekosten verbrauchen. Haben auch sie sich schon darüber geärgert?

Wie man solche Angebote erkennt, wirksam vorbeugen kann und welche Möglichkeiten bei irrtümlicher Zahlung bestehen, zeigt das neu erstellte Merkblatt der IHK Hannover. Das Merkblatt steht kostenlos für Sie als PDF.Datei bereit IHK-Merkblatt: Adressbuchschwindel - Richtig verhalten

Quelle: IHK Hannover

 

8.0 Internet - Checkliste: So umgehen Sie Kostenfallen

Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, das Verbraucher vor Kostenfallen im Internet schützen soll. Wie Nutzer reagieren, wenn sie zur Kasse gebeten werden, verrät diese Checkliste. Der Hightech-Verband Bitkom gibt Nutzern wertvolle Tipps, wie sie Kostenfallen aus dem Weg geht und wie sie reagieren können, wenn sie zur Kasse gebeten werden:

Vorsicht mit persönlichen Daten Internet-Surfer sollten ein gesundes Misstrauen zeigen, wenn sie für angeblich kostenlose Web-Inhalte oder Services Namen und Adresse angeben sollen. Das gleiche gilt für Telefonnummern, E-Mail-Adressen und erst recht für Bank- und Kreditkartendaten. Für die Lektüre oder den Download von Gratis-Inhalten sind diese Daten in aller Regel nicht nötig. Wenn Sie Zweifel an der Seriosität haben und befürchten, Ihre Angaben könnten missbraucht werden: Finger weg.

Das Kleingedruckte lesen Bei manchen Angeboten ist es nötig, Namen und Adresse anzugeben – etwa, wenn Sendungen per Post zugestellt werden sollen. Gerade bei Dienstleistern, die ihnen unbekannt sind, sollten Kunden die Geschäftsbedingungen (AGB) und andere klein gedruckte Textpassagen aufmerksam lesen. Dort sollten keine versteckten Zahlungsverpflichtungen enthalten sein.
Ein Zeichen für Seriosität ist auch ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Verantwortlichen. Zudem sollte eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer für Rückfragen angegeben sein.

Im Zweifel nicht zahlen Wer Geld verlangt, muss einen Vertragsabschluss nachweisen können. Nutzer von Webseiten sollten nicht zahlen, wenn sie sich getäuscht fühlen. Ein Vertrag kommt nur zustande, wenn die Kunden über die Bedingungen des Angebots informiert sind und diese bewusst akzeptieren. Das muss der Anbieter nachweisen können. Internet-Surfer sollten sich nicht beeindrucken lassen, wenn mit Anwälten, Inkasso, einer Zwangsvollstreckung oder Strafanzeige gedroht wird. Nutzer, die voreilig zahlen, erkennen die unseriösen Verträge an und können sich nicht mehr wehren.

Vertrag bestreiten und Widerrufsrecht nutzen Internet-Nutzer sind nicht verpflichtet, auf nachweislich unseriöse Forderungen einzugehen. Wer sicher gehen will, sollte aber den vom Anbieter behaupteten Vertrag für alle Fälle anfechten und hilfsweise auch im Rahmen des Widerrufsrechts widerrufen. Musterbriefe halten die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen Im Internet bereit.
Tipp: Den Brief am besten per Einschreiben mit Rückschein versenden und keine persönlichen Daten angeben, die der Anbieter noch nicht kennt. Lassen Sie sich aber nicht auf einen langen Schriftwechsel mit Abzockern ein. Übrigens: Das Widerrufsrecht bleibt bei Abo-Fallen meist über die gesetzliche 14-Tages-Frist hinaus gültig. Grund: Der Kunde muss "in Textform" darauf hingewiesen werden, das heißt durch einen Ausdruck oder per E-Mail. In der Praxis geschieht das selten, die Betreiber geben meist nur einen kleinen Hinweis auf der Webseite. Viele dubiose Verträge lassen sich also rechtlich gesehen unbegrenzt widerrufen.

Mahnbescheid widersprechen Hartnäckige Bauernfänger lassen ihren Opfern einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen. Das bedeutet nicht, dass die Forderung berechtigt ist, aber die Empfänger müssen reagieren. Sie haben zwei Wochen Zeit, dem Bescheid schriftlich zu widersprechen. Rechnen Sie die Postlaufzeit ein. Eine Begründung muss nicht angegeben werden. Der Widerspruch reicht meist, Betrüger reichen in der Regel keine Klage mehr ein.

Eltern haften nicht für Kinder Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen keine teuren Abo-Verträge schließen, wenn ihre Eltern nicht einwilligen. Ohne Zustimmung ist ein solcher Vertrag wirkungslos, und die Eltern müssen nicht zahlen. Das gilt zumindest dann, wenn der geforderte Betrag über ein übliches Taschengeld hinausgeht. Selbst wenn Minderjährige ihr Alter falsch angegeben haben, haften Eltern nicht. Nach Meinung von Experten ist es Sache der Anbieter von Web-Inhalten, für eine effektive Alterskontrolle zu sorgen.

Quelle: Mittelstanddirekt 03.2012

 

9.0 Ingenieure: Kein Mangel in Deutschland erkennbar

„Klagen über Fachkräftemangel sind überzogen“ / Zulauf auf ingenieur-wissenschaftliche Studien-plätze lässt eher Über-angebot erwarten. Die Klagen über einen alsbald eintretenden Mangel an Ingenieuren in Deutschland ebben nicht ab. Jüngst hat der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) erklärt, dass wegen des hohen Durchschnittsalters der Ingenieure ein enormer Ersatzbedarf entstehen werde.

„Diese Befürchtung kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Karl Brenke, Arbeitsmarkt-experte vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Ergebnisse der DIW-Studie weichen stark von den An-gaben des VDI ab. „Das Durchschnittsalter der Ingenieure ist in den letzten zehn Jahren zwar etwas ge-stiegen, im Schnitt sind Ingenieure aber jünger als andere Akademiker. Der gegenwärtige Run auf ingenieurwissenschaftliche Studienplätze lässt eher ein Überangebot an solchen Fachkräften erwarten. Seit Jahren beklagt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) einen Mangel an Ingenieuren in Deutschland. Mit seinen jüngsten Zahlen gibt er nun an, dass das Durchschnittsalter der Ingenieure bei gut 50 Jahren liege und daher in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Hälfte aller Ingenieure in den Ruhestand wechseln werde. Hieraus leitet der VDI schon heute einen jährlichen Ersatzbedarf von 40000 Ingenieuren ab. „Diese Forderungen kann ich nicht nachvollziehen“, so Karl Brenke, der die VDI-Angaben den Daten des Mikrozensus und der Bundesagentur für Arbeit gegenübergestellt hat. Keine ausgeprägte Überalterung bei erwerbstätigen Ingenieuren zu erkennen

Laut Mikrozensus waren 2008 in Deutschland rund 750000 Ingenieure tätig. Ihr Durchschnittsalter lag bei 43,3 Jahren. Weniger als ein Drittel von ihnen war 50 Jahre und älter. „Obwohl Ingenieure durch ihre lange Ausbildungsdauer vergleichsweise spät in den Arbeitsmarkt eintreten, liegt der Altersdurchschnitt nicht höher als bei anderen akademischen Berufen“, so der DIW-Experte. Da es in den letzten Jahren keine radikalen politischen Maßnahmen oder Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure gegeben habe, geht der DIW-Experte davon aus, dass sich die Altersstruktur der Ingenieure allenfalls geringfügig verschoben haben kann. „Ich halte es nicht für realistisch, dass von 2008 bis heute das Durchschnittsalter um sieben Jahre auf 50 bis 51 Jahre gestiegen ist“, so Brenke. Dies wird auch durch die aktuelle Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit von Juni 2011 gestützt.

DIW Berlin erwartet einen Ersatzbedarf von höchstens 20 000 Ingenieuren

„Ein jährlicher Bedarf von 40000 Ingenieuren – allein um die Ruheständler zu ersetzen – ist aus den vorliegenden Zahlen nicht realistisch abzuleiten“, so Brenke, „denn dann müssten alle erwerbstätigen Ingenieure, die heute 50 Jahre und älter sind, innerhalb von 5 ½ Jahren in den Ruhestand wechseln.“ Das DIW Berlin geht von einem etwa halb so großen Ersatzbedarf an Ingenieuren für die kommenden Jahre aus. „Wenn man fair rechnet, kommt man auf ungefähr 20000 Personen, die jedes Jahr aus Altersgründen aus-scheiden“, sagt Brenke.Künftiger Bedarf lässt sich durch Uniabsolventen decken Aufgrund des Auf-schwungs nach der Finanzkrise ist die Zahl der Ingenieure insgesamt gestiegen – bei den Sozial-versicherungspflichtigen zwischen 2008 und 2011 um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr. „Diese Zu-wachsrate ist zwar nicht gering,aber auch nicht viel höher als beim Durchschnitt aller ozialversicherungs- pflichtig Beschäftigten“, sagt Brenke. Dort lag sie bei 1,1 Prozent. „In den letzten Jahren hat es einen regel-rechten Run auf ingenieurwissenschaftliche Studienplätze gegeben“, so der DIW-Arbeitsmarktexperte. So haben 2010 rund 50000 Studenten ihr Studium in einem industrienahen Ingenieurstudiengang absolviert. „Allein die Absolventen, die gegenwärtig aus den Unis kommen, können den Gesamtbedarf an Ingenieuren decken.“ Brenke plädiert daher für eine realistischere Betrachtung des Ingenieurbedarfs im laufenden Jahrzehnt. „Der Berufseinstieg kann für junge Ingenieure zunehmend schwierig werden, wenn es eine Absolventenschwemme gibt.“

Quelle: VDI 03.2012

 

 
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