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Partnerbrief 

   Mai 2012

 Zitat des Monats

 

Jahreszeitliches

Foto/Freigabe / Quelle: Katja Kröger, www.galerie.obart.net

„Ich wünsche Ihnen einen sicheren Halt im Leben, der auch schweren Stürmen standhält!"

H.-J. Strieth

Die Wahlen in Griechenland, Frankreich sowie Schleswig-Holstein sind gelaufen. Die Rahmen-bedingungen für die KMU – Unternehmen werden auf Sicht nicht besser: Euro-/Finanzkrise, Rettungsschirme, Fachkräftemangel, laufende Tarifverhandlungen, etc. sollten verstärkt zu noch konzentrierterem Umgang mit den erwirtschaften Euros führen. Ein Grund mehr alle Informations-quellen zu nutzen! Der Partnerbrief informiert Sie heute über:

Inhaltsangabe


1.0 DIW-Konjunkturbarometer 2012: Deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf

2.0 Dienstleistung: Wirtschaft in Bestform - DIHK-Auswertung spiegelt gute Stimmung wider

3.0 DIHK: Spritpreise streuen "Sand ins Konjunkturgetriebe"

  • Wansleben: Bei weiterem Anstieg Energiesteuer senken!

4.0 Handwerk: 17.000 Euro für tolle Geschäftsideeneuer

5.0 Förderung: Unternehmen erhalten KfW - Zuschüsse zur Energieberatung

6.0 Steuern: Steuererklärung – Frist 31. Mai 2012 - Endspurt für die Erklärung!

7.0 Tipp: Vorsicht beim Entsorgen von Kontoauszügen!

8.0 Gastronomie: GEMA verliert Augenmaß

  • GEMA nutzt Monopolstellung für radikale Tarifreform und ignoriert Argumente der Musiknutzer

9.0 Finanzen: Knietief im Dispo? - Der günstige Weg aus der Dispofalle

10. Handel: HDE erwartet 2012 stabile Umsätze

 

Aktuelle Informationen, Nachrichten & Tipps

1.0 DIW-Konjunkturbarometer 2012: Deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf

Im zweiten Quartal wird die deutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen. Darauf deutet das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vom April hin. Nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Vierteljahr wohl nur geringfügig mehr produziert hat als im Schlussquartal 2011, ist im zweiten Quartal wieder mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu rechnen; für das erste Quartal 2012 zeigt das Konjunkturbarometer ein Plus von 0,1 Prozent an. „Die Eurokrise belastet die deutsche Wirtschaft immer noch, das Wachstum in Deutschland stützt sich deshalb zur Zeit vor allem auf die Inlandsnachfrage und die Exporte in die Schwellenländer“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Mehr Information unter: www.diw.de .

Quelle: DIW  04.12

2.0 Dienstleistung: Wirtschaft in Bestform - DIHK-Auswertung spiegelt gute Stimmung wider

Zu Jahresbeginn 2012 bewerten die Service-Unternehmen in Deutschland ihre Geschäftslage besser als jemals zuvor. Das zeigt eine aktuelle Umfrageauswertung des Deutschen Industrie- und Handelskammer-tages (DIHK) zum Dienstleistungssektor.

Der Untersuchung zufolge, die auf der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage basiert, kann sich die deutsche Wirtschaft auf eine ausgewogene Branchenstruktur mit einem leistungsfähigen und differenzierten Dienstleistungsnetz stützen. Industrienahe Sparten wie beispielsweise Speditionen, Unternehmensberatungen, IT und die Werbebranche sind Teil des "Netzwerks Industrie", um das Deutschland derzeit beneidet wird.

Gut läuft die Konjunktur derzeit gerade bei den konsumnahen Dienstleistern. Im Gastgewerbe, bei den Reisevermittlern und den personenbezogenen Dienstleistern insgesamt verbessert sich die Lage erneut. Auch Unternehmen der Freizeitwirtschaft wie etwa Konzertveranstalter, Theater oder Fitness-Studios bewerten ihre Geschäftslage so gut wie nie zuvor in der Umfragehistorie. Die günstigen Konsum-perspektiven – Rekordbeschäftigung, steigende Einkommen, Arbeitsplatzsicherheit und sinkende Inflation – kurbeln derzeit die Geschäfte an. Auch die Finanzwirtschaft zeigt sich in Deutschland – anders als in etlichen anderen Ländern Europas – momentan gut aufgestellt. Die historisch niedrigen Zentralbank-zinsen erleichtern die Refinanzierung des Finanzsektors. Das trägt dazu bei, dass sich auch die Finanzierungs-situation für Unternehmen hierzulande recht günstig darstellt. Etwas schwächere Geschäfte vermelden die Verkehrsunternehmen. Das Auslandsgeschäft – und damit die grenzüberschreitenden Transporte – verlangsamt sich, gleichzeitig bleiben die Treibstoffkosten hoch.Auf den weiteren Jahresverlauf blicken die Dienstleister verhalten optimistisch. Größter Risikofaktor ist aus Sicht der Service-Unternehmen die Wirtschaftspolitik. Um sie sorgen sich 48 Prozent der Betriebe – sogar mehr als um die Entwicklung der Inlandsnachfrage und die hohen Energie- und Rohstoff-Preise. Vor allem die Euro-Staatsschuldenkrise trägt weiterhin zur tiefen Verunsicherung bei. Auch wenn sich allmählich ein Lösungsweg für die Eurokrise abzeichnet, müssen die Regierungen der Euro-Zone den überwiegenden Teil der Maßnahmen noch realisieren.

Zudem wird der Fachkräftemangel – unabhängig von konjunkturellen Schwankungen – gerade von Dienstleistungsunternehmen immer stärker als Bedrohung wahrgenommen. 38 Prozent befürchten eine Beeinträchtigung ihrer geschäftlichen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten aufgrund von Engpässen bei qualifiziertem Personal – ein besorgniserregender Höchstwert (Gesamtwirtschaft: 34 Prozent). Besonders viele Betriebe in der Zeitarbeit (84 Prozent), bei den Gesundheits- und sozialen Diensten (69 Prozent) und Unternehmen der Rechts- und Steuerberatung (51 Prozent) spüren den Fachkräftemangel schmerzlich. Vom Beschäftigungsplus im Jahr 2012 in Höhe von 250.000 dürften rund zwei Drittel auf die Dienstleister entfallen. Die Investitionsabsichten der Dienstleister bleiben unter dem Strich expansiv. Dazu trägt auch das freundliche Finanzierungsumfeld für Investitionsprojekte bei. Zurückhaltender zeigt sich insbesondere das Verkehrsgewerbe. Hingegen wollen Forschungs- und Entwicklungsdienstleister ihre Budgets kräftig aufstocken. Ebenfalls weiter erhöhen will die Wachstumsbranche Gesundheits- und Sozialdienste ihre Investitionen.

Quelle: DIHK 04.12 / Auszug

3.0 DIHK: Spritpreise streuen "Sand ins Konjunkturgetriebe"

  • Wansleben: Bei weiterem Anstieg Energiesteuer senken!

Vor den wirtschaftlichen Konsequenzen der steigenden Energiekosten hat Martin Wansleben, Haupt-geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gewarnt."Ein Benzinpreis von zwei Euro streut Sand ins Konjunkturgetriebe", sagte Wansleben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Schon jetzt betrachteten die Unternehmen die hohen Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko Nummer eins.

"Auch wenn die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich sehr effizient arbeitet, bleibt Mineralöl ein notwendiger Schmierstoff", betonte der Hauptgeschäftsführer. Die Industrie benötige Erdöl als Grundstoff und Energieträger; das Transportgewerbe sei auf bezahlbaren Kraftstoff angewiesen. "Hinzu kommt, dass die steigenden Kosten den Kunden die Kauflaune verderben." Dabei seien die Konsumaussichten "eigentlich hervorragend, dank Rekordbeschäftigung und steigender Einkommen". Bereits 2011 sei der Konsum so stark gewachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. "Wenn sich der Preis jedoch der Zwei-Euro-Marke nähert, dann gehört auch die Diskussion um eine Senkung der Energiesteuerauf die Tagesordnung."

Schon jetzt profitiere der Fiskus bei steigenden Preisen von zusätzlichen Steuereinnahmen. "Und bald ist der Punkt erreicht, wo der Staat diese Mehreinnahmen an Bürger und Unternehmen zurückgeben muss."

Quelle: DIHK 04.12

 

4.0 Handwerk:17.000 Euro für tolle Geschäftsideen

17.000 Euro für tolle Geschäftsideen

handwerk magazin schreibt zum 12. Mal den Preis Top Gründer im Handwerk aus. Bewerben können sich alle Neugründer und Nachfolger, die seit Mitte 2007 am Start sind. Insgesamt gibt es 17000 Euro an Preisgeld zu gewinnen. Die Siegerehrung findet im September in Hamburg statt.

Was fehlt Gründern und Nachfolgern häufig? - Geld. Geld, um den Betrieb aufzubauen oder neu auszurichten. handwerk magazin und seine Partner Würth, Signal Iduna Versicherungen und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) loben beim 12. Top Gründerwettbewerb im Handwerk insgesamt 17000 Euro aus, die innovative, mutige, zukunftsweisende Jungunternehmer gewinnen können.
Ab sofort bis zum 30.6.2012 können sich Neugründer und Nachfolger aus allen Gewerken des Handwerks bei handwerk magazin mit ihrem Gründungsvorhaben bewerben. Wichtig: Die Gründung darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen (Stichtag: 30.6.2007) und die Gründerin/der Gründer muss mindestens ein Jahr mit seinem Betrieb am Markt sein bzw. die Verantwortung tragen.
Eine hochkarätige Jury mit Experten aus Handwerk, Verbänden und Unternehmen wertet die Bewerbungen aus. Sie analysieren die Geschäftskonzepte anhand folgender Kriterien: die Vorbereitung (z. B. Businessplan), die Geschäftsidee (z. B. technische Entwicklungen, neue Servicekonzepte), das Marketing (z. B. Zuschnitt auf die Zielgruppe, einzelne Werbemaßnahmen), den (erwartbaren) wirtschaftlichen Erfolg und die Sicherheit (z. B. längerfristige Perspektive).
Der Sieger erhält 10.000 Euro, der Zweitpatzierte 5000 Euro und der Dritte 2000 Euro an Preisgeld. Zusätzlich laden wir alle Top Gründer zur festlichen Preisverleihung nach Hamburg ein. Sie findet am 22.9.2012 im Rahmen der Bundesversammlung der Junioren des Handwerks statt.
Die Bewerbungsunterlagen gibt es im Internet (handwerk-magazin.de) zum Herunterladen oder können in der Redaktion angefordert werden (Telefon: 089-89826111). Sämtliche Angaben und Daten der Teilnehmer werden vertraulich behandelt und sind nur der Jury zugänglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen stehen unter www.handwerk-magazin.de bereit.

Quelle: ZDH, handwerk-magazin

5.0 Förderung: Unternehmen erhalten KfW - Zuschüsse zur Energieberatung

Die Förderung der Energieeffizienzberatung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durch das Bundesministerium für Wirt-schaft und Technologie und die KfW wird un-ter dem neuen Namen „Energie-beratung Mit-telstand“ fortgesetzt. Ziel des Programms ist die Förderung einer sparsamen und rationel-len Energieverwendung in KMU und bei frei-beruflich Tätigen durch einen Zuschuss zu den Kosten einer qualifizierten und unabhängigen Energieeffizienzberatung. Die „Energiebera-tung Mittelstand“ kann von Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen mit jährli-chen Energiekosten von mehr als 5.000 € genutzt werden.

Die Umsetzung des Förderprogramms erfolgt durch die KfW-Bank und deren Regionalpart-ner, die u. a. für die Weiterleitung der An-tragsunterlagen zuständig sind. Zugelassene "Regionalpartner" finden Sie unter Regional-partner. Weitere Informationen erhalten Sie unter Energieberatung Mittelstand.

Quelle: KfW 05.12

6.0 Steuern: Steuererklärung – Frist 31. Mai 2012 - Endspurt für die Erklärung!

Bis zum 31.05.2012 sollte die Erklärung im Kasten sein! Viele Steuerzahler sind verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Diese muss grundsätzlich bis zum 31. Mai beim Finanzamt eingereicht werden. Die meisten Steuerzahler kennen das Prozedere, kurz vor dem Abgabetermin wird es noch einmal eng, weil Unterlagen fehlen oder nicht zur Hand sind. Steuerzahler sollten daher rechtzeitig beginnen, ihre Unterlagen zu ordnen. Dann geht es nachher beim Anfertigen der Steuererklärung schneller und es wird nichts vergessen. Ist absehbar, dass der 31. Mai nicht eingehalten werden kann, sollte der Steuerzahler rechtzeitig einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Der Antrag sollte schriftlich beim Finanzamt gestellt werden. Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein mit dem Anfertigen der Steuererklärung beauftragt, hat in der Regel bis zum 31. Dezember Zeit.

Quelle: BdSt Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. 05.12

7.0 Tipp: Vorsicht beim Entsorgen von Kontoauszügen!

Zwar gibt es keine gesetzliche Pflicht, Kontoauszüge aufzubewahren. Dennoch empfiehlt es sich, Konto-auszüge eine bestimmte Zeit aufzuheben, um eventuelle Zahlungen nachweisen zu können. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie eine Frist von drei Jahren beachten, denn so lange läuft die Verjährungsfrist von Alltagsgeschäften. Zahlungen, die vor dieser Frist geleistet wurden, müssen nicht mehr nachgewiesen werden. Fehlt Ihnen einmal ein Kontoauszug, können Sie sich von der Bank einen neuen ausstellen lassen. Viele Banken verlangen dafür allerdings Gebühren. Online-Kontoauszüge sollten Sie sich übrigens immer ausdrucken, denn nur ein Papierbeleg gilt als Zahlungsnachweis. Alte Kontoauszüge vernichten Sie am besten im Schredder!

Quelle: Internet

8.0 Gastronomie: GEMA verliert Augenmaß

  • GEMA nutzt Monopolstellung für radikale Tarifreform und ignoriert Argumente der Musiknutzer

Mit einer bisher noch nie dagewesenen Vorgehensweise und Arroganz spielt die GEMA ihre über-mächtige Stellung gegenüber den Musiknutzern in Deutschland aus: Ohne jegliche Bereitschaft, Kompromisse zu suchen oder zu verhandeln, hat sie der Bundesvereinigung der Musikveranstalter neue Tarife vorgelegt. „Die GEMA will ab dem 1. Januar 2013 eine vollkommen neue Tarifstruktur

im Veranstaltungsbereich zur Anwendung bringen, die zu existenzbedrohenden Erhöhungen der GEMA-Gebühren für Livemusik- und Tonträgerveranstaltungen führt“, erklärt Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), der gleichzeitig auch Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. ist. „Offensichtlich will die GEMA ihre Einnahmen auf Kosten der Musikveranstalter erheblich steigern.“ Zwei Tarife (für Livemusik und für Tonträgermusik) sollen künftig insgesamt elf Tarife ersetzen. Damit geht ein sehr großer Teil der mit diesen unterschiedlich gestalteten Tarifen erzielten Einzelfallgerechtigkeit verloren. Betroffen sind alle Veranstaltungen, in denen Musik live oder von Tonträgern (CD, DVD, PC, Laptop usw.) gespielt wird. Das sind z.B. alle Veranstaltungen in der Gastronomie, vom Jazzabend bis zur Ü-30-Party, Tanzver-anstaltungen, Bälle, Galas, Silvesterfeiern, Bunte Abende aber auch Straßenfeste, die durch ein aktuelles BGH-Urteil schon jetzt eine Vervielfachung der Lizenzgebühren zu verkraften haben.

Die GEMA „verkauft“ ihre neue Tarifstruktur damit, dass sie einfacher und ausgewogener sei und zu deutlichen Vergünstigungen führe. Sie verschweigt aber, dass die Vergünstigungen nur verhältnis-mäßig wenige Veranstaltungen, mit Eintrittsgeld zwischen 2 und 8 Euro, betreffen. Für viele Musik- nutzer bringt die Tarifstruktur hingegen Erhöhungen von zum Teil mehreren hundert bis zu über tausend Prozent mit sich. Die GEMA-Gebühren für eine Live- oder Tonträgerveranstaltung verändern sich beispielsweise wie folgt:

  • ohne Eintritt, bis 100 qm Fläche = keine Vergünstigung
  • ohne Eintritt, bis 200 qm Fläche = Erhöhung um 25 %,
  • 15 Euro Eintritt, bis 200 qm Fläche = Erhöhung um 45 %
  • 15 Euro Eintritt, bis 600 qm Fläche = Erhöhung um 81 %
  • 40 Euro Eintritt, bis 2200 qm Fläche = Erhöhung um 534 %

Weitere Tarifänderungen führen zum Wegfall von Nachlässen (z.B. beim Abschluss eines Jahres-pauschalvertrages) sowie zu weiteren Zuschlägen. So erhöhen sich die oben genannten Veranstaltungen um weitere 50 Prozent, wenn Musik länger als fünf Stunden gespielt wird. Die GEMA-Gebühren für eine Abendveranstaltung mit Musik, die um 19:30 Uhr beginnt, würden sich dann ab 0:30 Uhr nochmals deutlich verteuern. Discotheken, deren Veranstaltungen in der Regel von 22 bis 5 Uhr laufen, sind besonders betroffen. Ihnen drohen Erhöhungen von durchschnittlich 400 Prozent (6 Euro Eintritt, 200 qm Fläche) bis zu 1.400 Prozent (15 Euro Eintritt, 500 qm Fläche). Das ist definitiv existenzgefährdend. Hinzu kommen bei Tonträgerveranstaltungen üblicherweise weitere prozentuale Zuschläge, z.B. Vervielfältigungszuschläge, wenn ein PC oder Laptop eingesetzt werden, sowie Zuschläge für die Verwertungsgesellschaft GVL. Diese Zuschläge erhöhen sich ebenfalls gewaltig, da sie auf Grundlage des GEMA -Tarifs berechnet werden.

Beispielrechnungen

Für eine Abendveranstaltung von 20 bis 2 Uhr ohne Eintritt mit Tonträgermusik mittels Laptop auf einer Fläche von 100 bis 200 qm erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inkl. aller Zuschläge) für Verbandsmitglieder von 50,54 Euro netto auf 80,96 Euro netto (+ 60 %). Für eine Abendveranstaltung mit einem Livemusiker und 15 Euro Eintritt auf einer Fläche von 100 bis 200qm erhöhen sich die GEMA-Gebühren für Verbandsmitglieder von 160,68 Euro netto auf 360 Euro netto (+ 224 %).

Bei durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Monat in einer mittelgroßen Discothek mit 2 Dance-floors von z.B. 410 und 310 qm bei einem Eintrittsgeld von 8 Euro erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inkl. aller Zuschläge) von 21.553 Euro netto/Jahr auf 147.916 Euro netto/Jahr (+ 686 %). Den Musik-Nutzern drohen darüber hinaus Tariferhöhungen durch die GVL, die ihren derzeitigen Zuschlag für die Wiedergabe von Tonträgern von 20 auf künftig 100 Prozent der GEMA-Tarife erhöhen möchte. Hiergegen führt die Bundesvereinigung bereits ein gerichtliches Verfahren.

Auch im Hinblick auf die GEMA-Tarife bleibt offensichtlich nur der Weg vor Gericht. Für eine Tarif-Strukturänderung besteht keine Veranlassung, die Tarife haben sich seit über 50 Jahren im Markt bewährt. Auch der Aufsichtsbehörde wurden erst vor vier Jahren – damals noch gemeinsam mit

der GEMA – qualifizierte Sachgründe genannt, die die bestehenden Strukturen rechtfertigen. Es wird höchste Zeit, dass den ausufernden Forderungen der Verwertungsgesellschaften endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Über die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V.: Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. ist die größte Musiknutzervereinigung in Deutschland. Ihre Mitglieder sind große Verbände, wie zum Beispiel der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA), der Handelsverband Deutschland e.V. (HDE), der Europäische Verband der Veranstaltungszentren e.V. (EVVC) oder der Tanzschulinhaberverband Swinging World e.V.. Die Bundesvereinigung nimmt die Interessen ihrer Mitgliedsverbände und deren Mitglieder, z.B. der Gastronomen oder Einzelhändler, als gewerbliche Nutzer von musikalischen Autoren- und Leistungsschutzrechten auf dem Gebiet des Urheberrechts wahr und ist seit über 50 Jahren der größte Tarifverhandlungspartner der GEMA sowie anderer Gerwertungs-gesellschaften.

Quelle: DEHOGA 04.12

9.0 Finanzen: Knietief im Dispo? - Der günstige Weg aus der Dispofalle

Wahrscheinlich haben Sie ihn auch – einen Dispokredit. Wenn Sie ihn jedoch regelmäßig ausnutzen oder sogar überziehen, kann es schnell sehr teuer werden. Denn Dispokredite zeichnen sich nicht gerade durch günstige Zinssätze aus. Wer schon in der Schuldenfalle steckt, sollte deshalb über eine Umschuldung nachdenken.

Der Dispokredit: kurzfristig sinnvoll, langfristig teuer
Ein Dispokredit ist praktisch: Man muss keine lästigen Formulare ausfüllen und kann ihn jederzeit in Anspruch nehmen. Zinsen zahlen Sie nur für die in Anspruch genommene Summe. Doch genau da liegt auch der Haken, denn mit dem Zahlen der Zinsen wird der Dispokredit nicht getilgt; die Zinsen kommen vielmehr zu dem Kredit noch dazu. Nutzen Sie dennoch Ihren Dispo immer weiter, kann es passieren, dass Sie eventuell nur noch die Zinsen, nicht aber das geliehene Geld zurückzahlen können – und schon sitzen Sie in der Schuldenfalle.

Eine weitere Gefahr droht, wenn Sie Ihren Kreditrahmen soweit überschreiten, dass sich Ihre finanziellen Verhältnisse stark verschlechtern. Dann kann die Bank Ihren Dispokredit kürzen oder sogar kündigen. Oft verlangt die Bank dann auch noch den Restbetrag des Kredites sofort zurück. Können Sie nicht zahlen, kann die Bank Ihr Gehalt pfänden. Die Folge sind ein negativer Schufa - Eintrag und somit die Verschlechterung Ihrer Kreditwürdigkeit. Dennoch ist ein Dispokredit nicht grundsätzlich schlecht. Benötigen Sie einmal kurzfristig einen überschaubaren Betrag, zum Beispiel weil überraschend eine Autoreparatur ansteht, ist der Dispokredit eine schnelle Alternative zum Ratenkredit. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie ihn auch zügig wieder zurückzahlen können. Nutzen Sie den Dispokredit jedoch dauerhaft, ohne dass Aussicht auf eine baldige Rückzahlung besteht, steigt die Gefahr, mehr Zinsen zu zahlen als Sie müssten.

Die Alternative: Umschuldung auf einen Ratenkredit
Stecken Sie schon in der Dispofalle, kann die Umschuldung auf einen Ratenkredit helfen. Diese bieten in der Regel wesentlich günstigere Zinsen als ein Dispokredit. Dazu lösen Sie lediglich Ihren bestehenden Kredit auf dem Girokonto durch einen Ratenkredit ab. So können Sie Ihre monatliche Belastung wesentlich verringern und erhalten Planungssicherheit: nur noch eine feste Rate, ein Fälligkeitstermin und eine Laufzeit.

Wie viel Sie durch eine Umschuldung sparen können, zeigt Ihnen unser Beispiel: Ihr Dispokredit beträgt 3.000 Euro, dafür zahlen Sie 14 Prozent Zinsen. Schulden Sie Ihren Dispo auf einen Raten-Kredit um, zahlen Sie bei einer Laufzeit von 36 Monaten gerade mal 6,48 Prozent Zinsen – das ist der durchschnittliche Zinssatz aller Anbieter in unserem Ratenkredit-Vergleich. Insgesamt fällt somit eine monatliche Rate von 91,67 Euro an. Im Vergleich dazu müssten Sie für den Dispokredit jeden Monat 101,33 Euro zahlen – über die Laufzeit von 36 Monaten gerechnet beträgt der Mehr-Aufwand fast 348 Euro. Durch die Umschuldung sparen Sie also rund 10 Prozent der gesamten Kreditkosten!

Rechtzeitig umschulden
Warten Sie nicht, bis Sie hoch verschuldet sind. Der richtige Zeitpunkt für die Umschuldung ist spätestens dann erreicht, wenn Sie immer mehr Einkommen investieren müssen, um den Dispokredit auszugleichen. Lösen Sie den Dispo deshalb durch einen günstigen Ratenkredit ab. Für die Rückzahlung Ihres Ratenkredites richten Sie dann am besten einen Dauerauftrag ein. So können Sie Ihren Schuldenstand Monat für Monat verringern - und das zu wesentlich günstigeren Bedingungen als bei einem Dispokredit.

r.a.m - Tipp: Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrer Bank, um Ihre Chancen zu wahren sowie die Kosten im Griff zu behalten!

Quelle: Der vergleich.de Newsletter 04. 2012

10. Handel: HDE erwartet 2012 stabile Umsätze

Die Geschäftslage im deutschen Einzelhandel ist zu Beginn des Jahres 2012 robust. Nach einer Abschwächung im zweiten Halbjahr 2011 stehen die Zeichen im ersten Quartal wieder auf Wachstum. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 850 Betrieben.

„Über alle Branchen hinweg erwarten die Unternehmen für das erste Halbjahr stabile oder steigende Umsätze. Grund sind vor allem die gute allgemeine Wirtschaftslage und der hohe Beschäftigungsgrad“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Nach der aktuellen Umfrage erwartet die Hälfte der Händler Umsätze auf Vorjahresniveau, 35 Prozent rechnen mit einer Steigerung. Für das Gesamtjahr hält der Handelsverband Deutschland an seiner Umsatzprognose von +1,5 Prozent fest. Risiken lägen weiterhin in steigenden Energiepreisen und in den Unsicherheiten der Euro-Krise.

Im langjährigen Vergleich ist das aktuelle Umsatzwachstum überdurchschnittlich. Der Einzelhandel hatte in den letzten sechs Jahren preisbereinigt 1,9 Prozent seines Umsatzes verloren.


Für eine weiterhin stabile Entwicklung des Konsums fordert der HDE die Entlastung der Verbraucher: „Zwar muss die Haushaltskonsolidierung oberste Priorität haben. Mit Blick auf die Rekordsteuereinnahmen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Verbraucher zu entlasten“, so Genth. Die ungerechte kalte Progression im Steuersystem müsse abgeschwächt oder besser noch ganz abgeschafft werden.

Die Beschäftigtenzahlen im Einzelhandel entwickeln sich nach der HDE-Umfrage im Jahr 2012 stabil. Ob der zügige Aufbau von Stellen im gleichen Tempo wie in den letzten Jahren stattfinden könne sei fraglich, so Genth: „Die Insolvenz von Schlecker wird voraussichtlich viele Mitarbeiter freisetzen. Das können die anderen Handelsunternehmen sicherlich nicht ohne Weiteres kompensieren.“

Quelle: HDE 04.12

 

 
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