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  März 2015

  Fachmesse im BBS Rotenburg: "Plötzlich Pflegefall - was tun?"

„Wenn der Tag zu wenig Stunden hat.“

Thea Ohle begrüßte die Besucher zur Fachmesse in der BBS Rotenburg.

Thea Ohle begrüßte die Besucher zur Fachmesse in der BBS Rotenburg. Foto: Frank Kalff

Fachmesse "Beruf und Pflege" in der BBS Rotenburg

Rotenburg (fk). Ein eher weniger populäres, aus einer Vielzahl von Gründen aber äußerst aktuelles Thema stand im Mittelpunkt einer Messe in der Aula der Berufs-bildenden Schulen Rotenburg: Unter dem Titel „Plötzlich Pflegefall – was tun?“ hatten die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft und der Über-betriebliche Verbund (ÜBV) im Landkreis Rotenburg zur Informationsveranstaltung eingeladen.

Zentraler Schwerpunkt der Fachmesse war die Frage nach Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Thea Ohle, Leiterin der Koordinierungsstelle, begrüßte Besucher und Mitwirkende zur Eröffnung der Veranstaltung. „Fachkräftemangel und demografischer Wandel machen das Thema brennender denn je“, erklärte Ohle. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege stelle immer mehr Menschen vor Probleme, die auf den ersten Blick oft nicht lösbar erscheinen.

Und eben an diesem Punkt, so die Idee der Organisatoren, sollte die Messe ansetzen und ein möglichst breit gefächertes Publikum informieren, um Informationsdefizite zu beseitigen und die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen stünden ebenso vor großen Herausforderungen, wie die Betriebe, die die Pflegenden in ihrer oft schwierigen Aufgabe unterstützen wollen. „Genau hier sehen wir uns in der Pflicht“, sagte Ohle. Denn: In den vergangenen Jahren sei ein breites Informations- und Unterstützungsnetzwerk rund um das große und vielschichtige Thema Familie, Beruf und Pflege gewachsen.

Die Angebote seien vorhanden, nur vielfach fehle es an der Kenntnis, dass diese existierten. Die Koordinierungsstelle hat eine Broschüre erarbeitet und steht Pflegenden und Betrieben gleichermaßen beratend zur Seite, wenn es darum gehe, in jedem Einzelfall individuelle Lösungen zu finden, damit die Pflege neben der Arbeit nicht zu kurz kommt und der Beruf trotzdem mit der gewohnten Qualität weiter ausgeübt werden kann.

Unter anderem wolle die Messe zur Kommunikation anregen und entsprechende Anlaufstellen vermitteln. Ohle: „Wir wollen die Betriebe sensibilisieren und Menschen, die oft überraschend zu einer Rolle als Pflegende kommen, ermutigen, uns anzusprechen und sich Rat zu holen.“ Es bestehe ein hoher Grad an Vernetzung unter den beratenden Stellen, was schnelle und kompetente Hilfe gewährleiste.

Stellvertretend für Marita Riggers vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die kurzfristig abgesagt hatte, sprach die Landtagsabgeordnete Elke Twesten (Grüne) ein kurzes Grußwort: „Heute geht es um ein hochaktuelles Thema, an dem kein Unternehmer mehr vorbei kommt. Diese Messe bietet ein nicht alltägliches Format, um sich der Thematik zu widmen.“

Der Materie könne man Twestens Einschätzung nach nicht früh genug Aufmerksamkeit schenken und spielte damit auf die meist überraschende Entwicklung an, durch die Familienangehörige zu Pflegenden werden, was nicht selten zu Überforderungen führe. Die Landtagsabgeordnete nannte aktuelle Zahlen aus Deutschland zum Thema Pflege und machte damit deutlich, dass Probleme, die im Zusammenhang von Beruf und Pflege auftreten können, kein Einzelfall, sondern eher die Regel sind.

„Viele Menschen sehen sich häufig einer nie gekannten Herausforderung gegenüber. Ein normaler Tag reicht oft nicht aus, um alles unter einen Hut zu bekommen.“ Umso wichtiger seien Angebote wie die, um die es im Rahmen der Messe ging. Auch Landrat Hermann Luttmann ging zur Messeeröffnung auf aktuelle Bezüge des Themas ein. Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade, lieferte unter anderem Informationen, die in engem Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel auf dem Pflege-Sektor stehen.

Im Anschluss an die Begrüßung verlagerte sich das weitere Programm vom Auditorium der Schule in die Aula, wo die einzelnen Mitwirkenden ihre Stände aufgebaut hatten und gezielte Informationen aus ihren jeweiligen Bereichen vermittelten.

Freigabe: Frauen & Wirtschaft;; Quelle: 18.03.15 Rotenburger Rundschau

Fotos / Freigabe: Frauen & Wirtschaft

 

 „Einen Anstoß geben“ - Fachmesse stellt Hilfen für pflegende Angehörige in den Mittelpunkt

An den Ständen nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich umfassend zum Thema Beruf und Pflege zu informieren.

An den Ständen nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich umfassend zum Thema Beruf und Pflege zu informieren.

Rotenburg - „Plötzlich Pflegefall – was tun?“ Antworten auf diese Frage fanden am Sonnabend Besucher der gleichnamigen Fachmesse in den Rotenburger Berufsbildenden Schulen. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie interessierte Bürger waren bei der feierlichen Eröffnung dabei.

Die Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann (CDU) kennt die Schwierigkeiten, Beruf und die Pflege Angehöriger miteinander zu vereinbaren, aus eigener Erfahrung. „Meine Geschwister und ich kümmern uns um unsere demente Mutter. Das erfordert viel Liebe und Zeit“, erklärte die ehemalige Niedersächsische Familienministerin. Umso wichtiger sei Fachkompetenz, die man von außen holen müsse.

MdL Elke Twesten (Grüne), die für die erkrankte Dezernat-Leiterin vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung eingesprungen war, Landrat Hermann Luttmann (CDU) sowie der Hauptgeschäfts-führerin der IHK-Stade, Maike Bielfeldt, betonten in ihren Ansprachen, dass eine derartige Fachmesse zur weiteren Sensibilisierung in der Bevölkerung beitragen werde. Es sei noch ein weiter Weg zu gehen, so der Tenor. „Die Messe gibt einen Anstoß zum Thema, das immer mehr Menschen intensiv beschäftigt – beruflich und privat“, erklärte Luttmann. Vereinbarkeit Familie und Beruf werde zumeist mit den Betreuungsmöglichkeiten von Kindern assoziiert.

Die demografischen Erhebungen zeigten aber, dass Deutschland altert. „Mit dieser Entwicklung geht auch ein Anstieg pflegebedürftiger Menschen einher“, so der Landrat, der auch Zahlen nannte: So würden nach Angaben des statistischen Bundesamtes die Experten mit 2,9 Millionen Menschen der Pflegestufe I rechnen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sei ein Thema, das in den kommenden Jahren noch an Brisanz gewinnen werde. Viele Besucher, so Luttmann, nutzten die Chance, um sich umfassend und rechtzeitig zu informieren, um bei unverhofften Schicksalsschlägen vorbereitet zu sein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer seien gefordert, Lösungen zu finden, die für beide Seiten akzeptabel sind.

Informationen und Möglichkeiten zu der Materie lieferten die 31 Aussteller. Sie beleuchteten das Thema aus vielen Perspektiven. Hilfsangebote für Pflegende und Betroffene, Weiterbildung und Coaching standen im Mittelpunkt. Bei der Podiumsdiskussion mit Friederike Huheer kamen auch einige Betroffene zu Wort. Alle waren sich einig, dass nur über flexible Ansätze auch eine Lösung, die alle Seiten zufrieden stellt, erreicht werden könne.

Parallel zur Messe nutzten einige Besucher die Möglichkeit, sich an Workshops zu beteiligen. Auch das Impro-Theater Bremen nahm sich des Themas an. Sie spielten auf Zuruf Szenen aus dem Familienleben – zum Lachen aber auch zum Nachdenken – und erhielten viel Applaus für die exzellente schauspielerische Umsetzung der Themen.

Messebesucher und Aussteller waren mit der Besucherresonanz zufrieden. Es herrschte dennoch Einigkeit, dass viel getan werden müsse, um mehr Menschen für dieses Thema zu gewinnen.

Freigabe: Frauen & Wirtschaft; Quelle: 15.03.15 / MK Kreiszeitung / go

Quelle: Frauen & Wirtschaft / Pressebeilage 11.03.15

Quelle: 09.03.15 Rotenburger Rundschau

 

 
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