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Partnerbrief 


  Januar 2012


Inhaltsangabe


1.0 Prognose: Deutsche Konjunktur bricht nur vorübergehend ein

2.0 Unternehmensgrünungen; 2012 werden weniger Unternehmen gegründet

3.0 Handwerk wird 2012 um mindestens 1,5 Prozent wachsen

4.0 Handel: Verkauf unter Einstandspreis - Wesentlicher Teil der Wettbewerbsfreiheit

5.0 Fördermittel: Bund stellt 2012 mehr Geld für Messeförderung bereit

5.1 Förderung von mittelständischen Unternehmen

6.0 Studie: Abhängigkeit der Unternehmen vom Internet wächst

7.0 VW: Nach Feierabend keine E-Mails mehr

8.0 Gastronomie - Studie: Deutsche vergeben schlechte Hygienenoten

9.0 Bund der Steuerzahler: Haushalte werden bis 2050 mit 1,36 Billionen Euro belastet

10.0 Private Krankenversicherung: 2012 drohen Beitragserhöhungen bis zu 40 Prozent

 

  Spruch des Monats

 

Einen offenen Blick für alles Schöne, was das neue Jahr für Sie bereit hält, wünscht Ihnen

Hans - Joachim Strieth

rent a management

Aktuelle Informationen

1.0 Prognose: Deutsche Konjunktur bricht nur vorübergehend ein

Nach einem vorübergehenden Einbruch Anfang des Jahres wird die deutsche Wirtschaft voraussichtlich schon ab Mitte 2012 wieder kräftig wachsen. Das erwarten die Konjunkturexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in ihrer aktuellen Prognose.Demnach dürfte die deutsche Wirtschaft vor allem zum Jahresbeginn 2012 leicht schrumpfen. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet das Institut nur mit einem Wachstum von 0,6 Prozent.DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner: "Dank des ab dem Sommer dieses Jahres einsetzenden Aufholwachstums rechnen wir für 2013 aber wieder mit einem Wachstum von 2,2 Prozent." Nach einer kurzen Rezession Anfang 2012 werden sich die deutschen Exporte und die Inlandsnachfrage laut DIW-Experten ab Jahresmitte bereits wieder kräftiger entwickeln. Die Voraussetzung dieses Szenarios: Die Politik müsse die Eurokrise in den Griff bekommen, so das DIW. Dauere die Krise länger an, könnte es zu einer spürbaren Rezession in Deutschland kommen.

Auch die Weltwirtschaft dürfte laut DIW 2012 zunächst deutlich geringer wachsen als in den vergangenen Jahren. Fichtner: "Mit knapp vier Prozent in 2012 und 2013 bleiben die Raten zwar relativ hoch. Das ist aber vor allem den weiterhin stark wachsenden Schwellenländern zu verdanken." Vor allem in der ersten Jahreshälfte blieben Produktion und Welthandel gedämpft – erst im weiteren Verlauf sei mit mehr Dynamik zu rechnen.

Ursache für die schwerfällige Konjunkturentwicklung ist laut DIW vor allem die hohe Verschuldung der Staaten und Privathaushalte: Sie dämpfe den privaten Konsum und begrenze die Spielräume für konjunkturstützende staatliche Nachfrage. Gleichzeitig seien in vielen Ländern die Inflationsraten relativ hoch, so dass die Kaufkraft zusätzlich durch stark steigende Preise gemindert werde – und die Zentralbanken die Konjunktur gerade in den Schwellenländern durch eine weniger expansive Geldpolitik zusätzlich dämpfen.

Quelle: DIW, mittelstanddirekt 01.2012

 

2.0 Unternehmensgründungen: 2012 werden weniger Unternehmen gegründet

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet damit, dass 2012 deutlich weniger Menschen den Schritt in die Selbständigkeit wagen.Das geht aus einer Prognose des DIHK hervor, für die Gründerberater in den Industrie- und Handelskammern (IHKs) befragt wurden. Demnach sinkt die Zahl der Existenz-gründer 2012 erstmals seit vier Jahren auf unter 400.000 Menschen.
Von den befragten Gründerberatern rechnen laut IHK nur zwei Prozent mit mehr, 47 Prozent aber mit weniger Existenzgründungen in ihren Regionen. Die restlichen 51 Prozent erwarten ein gleich bleibendes Interesse.

Weniger Arbeitslose, weniger Gründungen Grund des Rückgangs bei Existenzgründungen sei die sinkende Arbeitslosigkeit, so DIHK-Gründungsexperte Marc Evers gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Damit gilt in Deutschland wieder der Faustformel: Weniger Arbeitslose, weniger Existenzgründungen." Das Muster habe Tradition: In wirtschaftlich schlechten Zeiten würden hierzulande aus Angst vor Arbeitslosigkeit mehr Firmen gegründet. In besseren Zeiten werde das sichere Angestelltendasein vorgezogen – "zumal Hochqualifizierte wegen des Fachkräftemangels eine gute Verhandlungsposition haben und lukrative Gehälter herausholen können", so Evers.

Gute Erfolgsaussichten in einigen Branchen Chancen für Gründer sieht der Gründungsexperte vor allem bei gesundheitsbezogenen Dienstleistungen und bei Unternehmungen in den Bereichen Umwelttechnik, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Gute Erfolgsaussichten gebe es auch bei unternehmensnahen Dienstleistungen, vor allem im Bereich der Informationstechnologien. Evers: "In diesen Sparten sind Gründungen mit relativ geringen Anfangsinvestitionen möglich. Um etwa eine Beratungsleistung anzubieten, reicht in vielen Fällen ein Büro und eine gute Computer-Ausstattung."
Außerdem setze sich der Trend fort, dass größere Unternehmen ihre IT-Bereiche auslagerten und die Leistungen am Markt zukauften.

Quelle: DIHK

3.0 Handwerk wird 2012 um mindestens 1,5 Prozent wachsen

In vielen Handwerksbranchen sind mehr Jobs offen als Arbeitslose gemeldet. „Handwerksbetriebe investieren daher auf allen Ebenen in die Fachkräftesicherung“, so ZDH-Präsident Otto Kentzler zu Neujahr in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Für 2012 erwartet Kentzler ein Wachstum im Handwerk von mindestens 1,5 Prozent.

Welche konjunkturelle Entwicklung erwarten Sie im neuen Jahr?
Kentzler: Die Handwerkswirtschaft wird weiter wachsen, mindestens um 1,5 Prozent. Der Binnenmarkt ist stabil, die Menschen investieren wieder in Werte, statt in faule Papiere.

Welche Folgen hat dies voraussichtlich für den Arbeitsmarkt?
Kentzler: Die Handwerksbetriebe sind aktuell eine Jobmaschine. Trotz des Generationenwechsels mit vielen aus Altersgründen ausscheidenden Mitarbeitern bauen sie Beschäftigung auf. In vielen Branchen sind längst mehr Jobs offen als Arbeitslose gemeldet. Auf allen Ebenen investieren Handwerksbetriebe in die Fachkräftesicherung: In Qualifizierung der Mitarbeiter, gezielt auch für Ältere, um sie länger im Betrieb halten zu können, in familienfreundliche Arbeitsbedingungen für junge Frauen und Männer, in Nachwuchswerbung.

Welche Entwicklung erwarten Sie im neuen Jahr bei der Euro-Schuldenkrise?
Kentzler: Wir haben ein Staatsschuldenproblem, keine Euro-Krise. Die EU-Länder müssen zurück zu einer soliden Haushaltspolitik. Wenn das gelingt, steigt auch wieder das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung.

Lassen sich die möglichen Folgen für Deutschland abschätzen?
Kentzler: Eine weiterhin mögliche „Flutung“ der Finanzmärkte durch EZB-Kredite oder die Bereitstellung von Kreditmöglichkeiten über den IWF birgt die Gefahr einer Inflation im europäischen Währungsraum. Davon wäre auch Deutschland betroffen, insbesondere mittelständische Unternehmen und die Privathaushalte. Für den (Schulden-)Staat ist die Inflation ein Geschäft, Sparer, Rentner und Arbeitnehmern zahlen drauf, ein höchst unsozialer Effekt.

Quelle: ZDH 01.2012

 

4.0 Handel: Verkauf unter Einstandspreis - Wesentlicher Teil der Wettbewerbsfreiheit

Der Handelsverband Deutschland (HDE) macht sich bei der geplanten Novelle des Kartellgesetzes (GWB) weiterhin für mehr Wettbewerbsfreiheit stark. Der Einzelhandel verteidigt seine Autonomie bei der Preisfindung insbesondere gegen die Vertreter der Landwirtschaft. Die Landwirte wollen die Selbständigkeit des Handels bei der Festsetzung der Endverbraucherpreise einschränken, indem sie eine weitere Verschärfung des Verbots des Verkaufs unter Einstandspreis fordern. HDE-Kartellrechtsexperte Peter Schröder: „Zu einer freiheitlichen Gesellschaft gehört als unverzichtbares Element auch die Wettbewerbs-freiheit. Diese ist aber ohne Preissetzungsfreiheit nicht denkbar. Die Forderungen der Landwirtschaft sind eindeutig der Versuch der Erzeuger, durch die Hintertür Mindestpreise für die Verbraucher festzulegen. Solche Regulierungen schränken den Wettbewerb ein und passen nicht zum deutschen Kartellrecht.“

Einzelne Branchen seien lediglich auf die Verbesserung ihrer Gewinnmargen zu Lasten der Verbraucher aus. Deshalb solle das Bundeswirtschaftsministerium dringend an der Entschärfung des Verbots unter Einstandspreis festhalten. Schröder: „Bei dem Konflikt geht es vor allem darum, ob wir in Deutschland Wettbewerb auch dann haben wollen, wenn er einzelne Interessengruppen schmerzt. Die Zulassung des gelegentlichen Verkaufs unter Einstandspreis sorgt für mehr Wettbewerb. Davon werden die Verbraucher durch tendenziell niedrigere Preise profitieren.“

Quelle: HDE 12.2011 – Newsletter

 

5.0 Fördermittel: Bund stellt 2012 mehr Geld für Messeförderung bereit

Der Bund fördert auch 2012 die Messeauftritte junger, innovativer Firmen. Für das Förderprogramm stellt der Bund eine halbe Million mehr Euro bereit als 2011. Wie der AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft berichtet, hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) 60 internationale Messen in ganz Deutschland für das Förderprogramm 2012 ausgewählt.

Mehr Fördermittel für Teilnahme an Gemeinschaftsständen Förderfähig seien Teilnahmen von Unternehmen an Gemeinschaftsständen, die von den jeweiligen Veranstaltern der ausgewählten Messen organisiert werden. Für das Förderprogramm stehen laut BMWi 2012 drei Millionen Euro bereit – eine halbe Million Euro mehr als 2011. Eine Übersicht der geförderten Veranstaltungen im Jahr 2012 sowie Antrags-formulare stehen zum Download auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, unter www.bafa.de, im Bereich Wirtschaftsförderung bereit. Der AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft bietet ebenfalls eine Übersicht der Messen und weiterführende Informationen zur Antragstellung an – auf seiner Website unter www.auma.de/Ausstellerförderung Inland. Außerdem informiert er generell über Förderprogramme für Aussteller

Quelle: BMWi, BAFA

 

5.1 Förderung von mittelständischen Unternehmen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) setzt seine bewährte Förderung von mittelständischen Unternehmen zur Stärkung ihres unternehmer-ischen Know-hows fort. Die ent-sprechenden Richtlinien, die Ende 2011 auslaufen, wurden jetzt bis 2014 verlängert. Die Förderung umfasst Zuschüsse für kleine und mittlere Unternehmen zur Inanspruchnahme von Unternehmensberatung oder zur Teilnahme von Unternehmerinnen und Unternehmern oder Existenzgründern an Informations- und Schulungsveranstaltungen sowie Workshops.
Ab 1. Januar 2012 kommen neue Förderschwerpunkte hinzu. Gefördert werden dann auch Beratungen und Seminare zur Fachkräftesicherung, zur Übergabe von Unter-nehmen, zur Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrations-hintergrund in den Betrieb und zum Aufbau unternehmensinterner Schutzsysteme gegen Wirtschaftskriminalität. Der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher: "Mit den neuen Richtlinien zur Förderung unternehmerischen Know-hows entwickeln wir die Informations- und Beratungsangebote für den Mittelstand weiter. Das BMWi unterstützt künftig mittelständische Unternehmen auch bei der Bewältigung des demographischen Wandels und der Abwehr steigender Gefahren durch Industriespionage und Produktpiraterie."

Durch die Förderung des unternehmerischen Know-hows im Mittelstand sollen größenklassenspezifische Nachteile kleiner und mittlerer Unternehmen sowie der Freien Berufe ausgeglichen werden. 2010 wurden rd. 16.100 Beratungen und 4.465 Informations- und Schulungsveranstaltungen aus Mitteln des BMWi und des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Über die Bewilligung der Zuschüsse entscheidet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Weitere Informationen finden Sie im Beratungs- und Schulungsportal www.Beratungsfoerderung.info.

Quelle: BMWi 12.2011

6.0 Studie: Abhängigkeit der Unternehmen vom Internet wächst

Die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland ist inzwischen stark vom Internet abhängig. Demgegenüber sind 18 Prozent der Unternehmen noch komplett offline. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Hightech-Verbands Bitkom, für die die Geschäftsmodelle von rund 2.500 Firmen untersucht wurden. Demnach spielt das Internet für ein weiteres Drittel der deutschen Unternehmen eine geringe Rolle, ist aber Bestanteil der Geschäfte.

Von digitalen Vorreitern bis zu Offlinern Bei ihrer Untersuchung haben die IW-Forscher die Internetabhängigkeit der Geschäftsmodelle von Unternehmen anhand von neun Kriterien untersucht: Die Firmen gaben an, wie stark das Internet unter anderem die Beschaffung, ihre Einnahmen oder die Kundenansprache beeinflusst und wie stark das eigentliche Hauptprodukt davon abhängt. Danach sind die Geschäftsmodelle von 18 Prozent der deutschen Unternehmen stark oder sogar vollständig vom Internet abhängig ("Digitale Vorreiter"). Für weitere 32 Prozent wird eine mittlere Abhängigkeit ("Digitale Mitte") festgestellt. Die andere Hälfte teile sich auf in 32 Prozent ("Digitale Nachzügler"), die schwach oder sehr schwach vom Internet abhängig sind und 18 Prozent, die das Internet gar nicht nutzen ("Offliner").

Internetabhängige Unternehmen sind innovativer Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Digitale Vorreiter sind in der Regel innovativer als Nachzügler. Unter den digitalen Vorreitern entwickelten 60 Prozent eigenständig Produkte, bei den Nachzüglern dagegen nur die Hälfte. Außerdem erzielten die Internetvorreiter 32 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten, bei den Nachzüglern sind es 18 Prozent. Und: Der Akademiker-Anteil liege bei den Vorreitern bei 39 Prozent, bei den Nachzüglern nur bei 24 Prozent. Insgesamt repräsentieren die internetabhängigen Unternehmen (Digitale Vorreiter und Digitale Mitte) jeweils 46 Prozent des in Deutschland erwirtschafteten Umsatzes und der Beschäftigten, so der Bitkom. (uqrl)

Quelle: mittelstanddirekt 12.2011

 

7.0 VW: Nach Feierabend keine E-Mails mehr

Nachdem bereits der Chemiekonzern Henkel seinen Mitarbeitern eine E-Mail-Diät verordnet hat, zieht Volkswagen nach. 1.100 Mitarbeiter des Autoherstellers sollen künftig nach der Arbeit keine E-Mails mehr auf ihre Blackberry-Dienstgeräte übermittelt bekommen. Zeitgemäß wird die Änderung als Maßnahme gegen Burnout gewürdigt. Dazu schaltet VW den Mailserver nach Arbeitsende ab. Kein Server = keine Mails lautet die einfache Gleichung. Wie VW genau vorgeht und was Sie für Ihre Mitarbeiter davon übernehmen können, lesen Sie in meinem heutigen Chefletter.

Quelle: Chefletter 01.2012

 

8.0 Gastronomie - Studie: Deutsche vergeben schlechte Hygienenoten

Deutsche Restaurantbesucher sehen Nachholbedarf bei der Hygiene in Gastronomiebetrieben. Das hat eine europaweite, im Auftrag von Tork durchgeführte Umfrage ergeben. Fast drei Viertel der Deutschen haben schon einmal ein Restaurant wegen mangelnder Sauberkeit verlassen. 79 Prozent der Befragten schließen von ungepflegten Waschräumen auf eine unsaubere Küche. Im Rahmen des diesjährigen „Waschraumbarometers“ wurden 4.000 Europäer, darunter 500 Deutsche, nach ihrer Meinung zur Hygiene in Restaurants gefragt. 73 Prozent der Deutschen haben in den letzten Jahren schon einmal ein Restaurant wegen mangelnder Sauberkeit verlassen. Dies ist eines der Umfrageergebnisse aus dem „Waschraumbarometer“. 79 Prozent der Befragten schließen von ungepflegten Waschräumen auf eine unsaubere Küche.
„Ich denke nicht, dass die Hygienesituation in Gastronomiebetrieben dem schlechten Bild entspricht, das das Studienergebnis vermittelt. Doch letztendlich entscheidend ist der persönliche Eindruck des Gastes. Die Gastronomiebranche hat in diesem Bereich oft Nachholbedarf“, so Marc Münch, Product & Segment Manager bei Tork.
65 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass das Küchenpersonal keine entsprechende Haarbedeckung trägt und 60 Prozent glauben, dass keine Einmalhandschuhe bei der Zubereitung von Rohkost getragen werden. Darüber hinaus glauben 23 Prozent, dass Köche und Küchenmitarbeiter auf den Boden gefallene Lebensmittel aufheben und zum Kochen verwenden. In Sachen Händewaschen trauen die Befragten dem Küchenpersonal etwas mehr zu: 82 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Köche und Küchenhelfer ihre Hände vor dem Umgang mit Lebensmitteln waschen, und 88 Prozent glauben, dass dies auch nach dem Toilettengang geschieht.
„Jeder, der in der Gastronomiebranche arbeitet, weiß, wie wichtig Hygiene ist. Viele Hygieneaspekte sind gesetzlich geregelt, wie zum Beispiel der richtige Umgang mit Lebensmitteln, das Tragen von Berufskleidung oder eine gute Händehygiene“, erklärt Marc Münch. Gehobene Restaurants und Bars sowie Hotel-restaurants erhielten von den Deutschen, aber auch in der Gesamtauswertung die besten Noten für den hygienischen Gesamteindruck. Dagegen sind die Deutschen am skeptischsten, was die Hygiene in lokalen Gaststätten, Pizzerien und Mittagsbüffets angeht.

Die wesentlichen Faktoren, die für den Hygiene-Gesamteindruck ausschlaggebend sind, sind saubere und ordentliche Räumlichkeiten (53%), saubere Toiletten (35%) sowie die Möglichkeit, die Küche einzusehen (12%).

Die Studie beleuchtet außerdem Unterschiede in der Wahrnehmung von Waschräumen in verschiedenen Bereichen: Demnach stehen Waschräume am Arbeitsplatz und in Restaurants in der Gunst der befragten Toilettenbesucher aus Deutschland am höchsten, gefolgt von Flughafentoiletten. Dagegen werden öffentliche Toiletten und Zugtoiletten eher gemieden. Insgesamt brachte die Studie 2011 international vergleichbare Ergebnisse hervor, ob die Befragten nun in Schweden, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Polen, Belgien oder in den Niederlanden wohnten.

Unterschiede fanden sich vor allem in der Hygiene-Bewertung einzelner Restauranttypen. Während lokale Gaststätten und Pizzerien in Deutschland auf die untersten Listenplätze verwiesen wurden, erhielten Pizzerien in Großbritannien sehr gute Noten. In Finnland wurden lokale Gaststätten am schlechtesten bewertet. Die Polen gaben Mittagsbuffets und Fast-Food-Ketten die schlechtesten Noten, Fast-Food-Cafés hingegen wurden am besten bewertet. Insgesamt rangierten Fast-Food-Ketten bei der Hygiene-Befragung europaweit eher im unteren Bereich – ihre beste Bewertung erhielten sie übrigens aus Deutschland.

Tipps für mehr Sauberkeit in Restaurants Der wichtigste Hygieneaspekt ist in Restaurantbetrieben ganz offensichtlich der Umgang mit Lebensmitteln. Für diesen Bereich gibt es zahlreiche eindeutige Regelungen, die der Branche bestens bekannt sind und für Ordnung sorgen. Von gleichermaßen hoher Bedeutung sind jedoch auch die Hygiene im Gastraum und ganz besonders die Hygiene in den Waschräumen. Einwandfreie Händehygiene ist ein Muss für jeden, dem die Gesundheit der Gäste am Herzen liegt. Mitarbeiter sollten zwei einfache Regeln beherzigen. Erstens: Regelmäßig Hände waschen. Zweitens: Die Reinigungstücher zum Tischabwischen oft wechseln. In Waschräumen sollten Einmal-Papierhandtücher zur Verfügung stehen, die nach der Benutzung weggeworfen werden. Von mehreren Personen benutzte Stoffhandtücher sind dagegen ein optimaler Nährboden für Keime – sie gedeihen in feuchten Umgebungen am besten“, erläutert Katrin Ferge, Brand Communication Managerin und Hygienespezialistin bei Tork.

Eine einfache Maßnahme, um die Verbreitung von Bakterien zu unterbinden, ist beispielsweise die Ausstattung des Betriebs mit Seifenspendern. Wichtig ist insbesondere auch die Reinigung von Lichtschaltern, Spültasten, Türgriffen und Wasserhähnen – denn dort sammeln sich leicht Keime.

Das Waschraumbarometer 2011 wurde von Netigate im Auftrag von Tork in acht europäischen Ländern realisiert. Die diesjährige Studie richtete das Hauptaugenmerk auf die Hygiene-Wahrnehmung von Restaurantbesuchern. Die detaillierten Ergebnisse können unter http://www.tork.de/Ueber-Tork/hygiene/Waschraumbarometer nachgelesen werden.

Quelle: Tork 12-2011

 

9.0 Bund der Steuerzahler: Haushalte werden bis 2050 mit 1,36 Billionen Euro belastet

Der Bund der Steuerzahler hat in Berlin die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die er beim Forschungszentrum Generationenverträge in Auftrag gegeben hat. In dieser Studie werden erstmals sämtliche Ausgabenkategorien der Beamtenversorgung des Bundes und aller Bundesländer berechnet und bis 2050 projiziert. Die Studie weist nach, dass die Ausgaben für Pensionen, Beihilfen und Hinterbliebenenversorgung die öffentlichen Haushalte in Zukunft immer stärker belasten werden. Sämtliche schwebenden Versorgungsverpflichtungen werden in diesem Szenario bis 2050 mit 1,36 Billionen Euro beziffert.

„Diese dramatisch ansteigenden Versorgungsausgaben sind eine schwere Hypothek für zukünftige Generationen. Einschnitte in diese Versorgungssysteme sind unumgänglich, um deren Finanzierung nachhaltig zu sichern“ erklärt Dr. Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler. Bereits zwischen 1994 und 2009 sind die Versorgungsausgaben der Länder von 12 Mrd. Euro auf 23,9 Mrd. Euro pro Jahr angestiegen, unter Mitberücksichtigung der Versorgungsausgaben des Bundes sogar auf 26,75 Mrd. Euro.

„Insbesondere im Hinblick auf die aus der Schuldenbremse resultierenden Verpflichtungen der Länder, ab 2020 ohne neue Nettokredite auskommen zu müssen, sind tiefgreifende Reformen unabdingbar. Außerdem sind ausreichende Rücklagen für die Versorgungsausgaben zu bilden. Zudem müssen die bei den Renten getroffenen Maßnahmen wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung übertragen werden“, so Karl Heinz Däke.

Quelle: Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. 12-2011

 

10.0 Private Krankenversicherung: 2012 drohen PKV-Beitragserhöhungen bis 40 %

Privat Versicherte müssen sich ab 2012 auf teilweise kräftige Beitragserhöhungen einstellen. Ältere Versicherte sind besonders betroffen. Wie das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung berichtet, müssen viele privat Versicherte ab dem 1. Januar 2012 bis zu 40 Prozent mehr für ihren Versicherungs-schutz aufbringen. Insbesondere ältere Versicherte seien von einer Beitragserhöhung betroffen.

Die wichtigsten Ursachen der Beitragssteigerungen Der Grund: Durch die stetig steigenden Krankheitskosten müssten Versicherer ihre Tarifprämien neu krforderlich als in jungen Alterskohorten. Weitere Gründe für die wachsenden Gesundheitsausgaben und die Beitragsanpassungen im kommenden Jahr sind laut 1A Krankenversicherung:

  • der medizinisch-technische Fortschritt
  • der demografischer Wandel und dabei insbesondere die demografische Alterung
  • Auswirkungen der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
  • Folgen sogenannter "Billigtarife" und Nichtzahler
  • schrittweise Umstellung auf sogenannte Unisex-Tarife.
Quelle: Mittelstanddirekt 12.2011
 
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